Schweizerische Zentralstelle für die Weiterbildung der Mittelschullehrpersonen
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Gemeinsames Prüfen

2012 gab die EDK fünf Teilprojekte zur langfristigen Sicherung des prüfungsfreien Hochschulzugangs in Auftrag. Mit dem Teilprojekt 2 Unterstützungsangebote zum Gemeinsamen Prüfen beauftragte sie die WBZ CPS mit der Erarbeitung eines Grundlagenberichts und einer Datenplattform zuhanden der Kantone und der Gymnasien über die verschiedenen Varianten und Verfahren des Gemeinsamen Prüfens. Der Bericht zum Teilprojekt 2 (Unterstützungsangebote zum Gemeinsamen Prüfen) betont wiederholt den Wert des Gemeinsamen Prüfens für die Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Am 17. März 2016 hat die EDK nun die Empfehlung an die Kantone gerichtet, Rahmenvorgaben zur Harmonisierung der Maturprüfungen zu erlassen, und die gymnasialen Mittelschulen bei der Realisierung von Schulentwicklungsprojekten  zum Gemeinsamen Prüfen im konkret vorgegebenen Rahmen zu unterstützen.

Bei der Harmonisierung der Maturitätsprüfungen geht es nicht zwingend um eine Vereinheitlichung der Prüfungen, sondern um bezüglich Inhalten, Niveau und Art der Bewertung aufeinander abgestimmte und vergleichbare Prüfungen. Und es geht auch darum, das Gemeinsame Prüfen als Schulentwicklungs- und Unterrichtsentwicklungsthema zu verstehen und damit ein Postulat des Berichtes zum Teilprojekt 2 aufzunehmen.

 

Die Empfehlungen zu allen Teilprojekten finden Sie hier,  die Medienmitteilung der EDK in deutsch sowie die französische Version.

 

Gemeinsames Prüfen als Schul- und Unterrichtsentwicklungsthema

Gemeinsames Prüfen kann zur Schulentwicklung beitragen, wenn ein Kollegium das Thema Leistungsbeurteilung diskutiert und daraus Massnahmen für die Schule als Organisation ableitet. Gemeinsames Prüfen kann zur Unterrichtsentwicklung beitragen, wenn Lehrpersonen gemeinsam Prüfungen erarbeiten und aus den Resultaten Rückschlüsse für ihren Unterricht ziehen. 

 

Was wir für Sie tun können

Wir bieten Ihnen deshalb Hand bei folgenden Fragen:

  • Was müssen wir beachten, wenn wir Prüfungen mit vergleichbarem Anforderungsniveau herstellen wollen?
  • Wie können wir uns in der Fachschaft auf ein gemeinsames Anforderungsniveau einigen?
  • Wie können wir den Diskurs über gemeinsame Qualitätskriterien in der Fachschaft führen?
  • Wie kann ich in der Klasse und im Kollegium das Gespräch über Lernen führen?
  • Wie kann ich feststellen, wo meine Schülerinnen und Schüler im Lernprozess stehen?
  • Wie kann ich als Schulleitung das Thema Leistungsbeurteilung zum Schulentwicklungsthema machen?

 

Haben Sie weitere Wünsche und Anregungen? Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihr Mail.

 

Kontakt
Martin Baumgartner, Themenverantwortlicher Gemeinsames Prüfen

 

Aus- und Weiterbildung zum Gemeinsamen Prüfen

Gemeinsames Prüfen als Mittel zur Schulentwicklung stärkt die Fachschaften.
Wir bieten schulerprobte Hol-Angebote und Weiterbildungskurse. Wir sind zudem daran, Gemeinsames Prüfen besser in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer zu verankern.

  • Hol-Angebot

    • Gemeinsam Prüfen in der Fachschaft

      Die Fachschaften stellen einen wichtigen Motor in der Unterrichts- und Schulentwicklung dar. Gemeinsames Prüfen als Entwicklungsprojekt soll deshalb hier ansetzen.

      Ausgehend von der individuellen Tradition der einzelnen Schule unterstützen wir den Prozess des Gemeinsamen Prüfens in der Fachschaft, bieten Hilfestellung bei der Klärung  der Form des Gemeinsamen Prüfens (Gemeinsames Prüfen in kleinen Gruppen während des Semesters, Gemeinsame Abschlussprüfung) und bei der Klärung der Rollen bezüglich Zusammenarbeit in der Fachschaft und bezüglich der Schnittstelle zur Schulleitung.

      Wir moderieren die Diskussion über ein gemeinsames Verständnis von Leistungsanforderungen und geben Inputs im Hinblick auf die konkrete Anwendung von Gütekriterien.

       

Kooperation und Resonanz

  • Resonanz aus der Praxis

    • Ein «Rat Gemeinsames Prüfen», der aus Mitgliedern von Schulleitungen, Bildungsbehörden und Fachdidaktik besteht, die Erfahrungen mit Gemeinsamem Prüfen gemacht und umgesetzt haben, begleitet das Projekt. Dieses Resonanzorgan gewährleistet den Bezug zur Alltagspraxis und agiert als beratendes und motivierendes Netzwerk.

  • Aufruf zur Kooperation

    • Gibt es an Ihrer Schule Beispiele oder Projekte Gemeinsamen Prüfens? Wir freuen uns, wenn Sie diese mit dem Formular «Praxisbeispiel» (Download) stichwortartig beschreiben und an Karin Joachim einsenden. Vielen Dank!

Begriffe und Grundlagen

  • Glossare, Berichte und Tipps

    • «Aargauer Modell», «Erfüllungsgrad», «Gewichtung», «Referenzgruppe»? Wir haben mit zwei Glossaren Ordnung geschaffen und damit die Basis für eine produktive Diskussion gelegt:

      • Das thematische Glossar klärt Grundsätze, Vorgehensweisen und Kategorien gemeinsamer Leistungsbeurteilung und bringt sie in eine stimmige Begrifflichkeit.
      • Das alphabetische Glossar ermöglicht den schnellen Stichwort-Zugriff auf einzelne Begriffe.

       

      Bericht zum Teilprojekt 2 «Unterstützungsangebote zum Gemeinsamen Prüfen»

       

      Der Leitfaden "Thesen, Tendenzen, Tipps" umschreibt das Thema, schildert Wege zum Aufbau einer Kultur Gemeinsamen Prüfens und verweist auf weiterführende Literatur und Links.

  • Referate Romano Mero

    • Vom Grundlagenreferat an der KSGR in Flims (Mai 2010) bis zum Überblick über Gemeinsames Prüfen am Brunnen-Symposium der Schullleiterkonferenz des Kantons Zürich (April 2013) hat das Thema «Gemeinsames Prüfen» an den Gymnasien der Schweiz an Häufigkeit, Dichte und Formenvielfalt gewonnen.

       

      1. Gemeinsame Prüfungen
      Referat an der Jahresversammlung 2010 der KSGR (Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren) in Flims.

       

      2. Gemeinsames Prüfen als Mittel der Schulentwicklung – Nutzen für Schulen, Lehrpersonen, Lernende und das System Schule
      Referat an der Mittelschultagung des BRNWS (Bildungsraum Nordwestschweiz) vom 9. November 2012 in Aarau.

       

      3. Gemeinsames Prüfen in der Schweiz, ein Überblick
      Referat am 6. Brunnen – Symposium der  SLK (Schulleiterkonferenz des Kantons Zürich) vom 11. April 2013.

       

  • Referate Karin Joachim

Erfahrungen und Beispiele aus der Praxis: Kantone und Regionen

  • Bildungsraum Nordwestschweiz: Harmonisierung der Maturitätsprüfungen

    • Nach dem Projekt zur vierkantonalen Harmonisierung der Maturitätsprüfungen – diese sind als «Hausmatura» (eine Prüfung pro Fach und Schule) mit kantonalen Rahmenvorgaben konzipiert – das ab 2013, bzw. 2014 umgesetzt wird, hat die Steuergruppe das Projekt «Gemeinsames Prüfen vor Ort» lanciert, das in seinen Richtlinien vorsieht, dass «im Verlauf von drei Jahren (...) in jeder Fachschaft mindestens eine gemeinsame Prüfung erstellt, durchgeführt und ausgewertet» wird.

       

      Im Bericht 1 finden Sie vierkantonale Richtlinien zu folgenden Themen:

      • Kompetenzen und Inhalte
      • Kantonale Rahmenvorgaben
      • Ressortleitende und schriftliche Prüfungen
      • Vorgehen bei Grundlagen- Schwerpunkt- und Ergänzungsfach
      • Lösungsskizze und Korrekturrichtlinien

       

      Im Bericht 2 finden Sie die Empfehlungen an die beteiligten Kantone zu folgenden Themen:

      • Verantwortungsbereich der Ressortleitenden
      • Aufgaben der Schulleitungen und Schulleiterkonferenzen
      • Vorgehen bei der Prüfungskorrektur (Zweitkorrektur ja oder nein)
      • Aufgabe der Fachschaftsverantwortlichen
      • Aufgaben der Expertinnen und Experten

       

      Im Bericht 3 finden Sie die vierkantonalen Richtlinien für das «Gemeinsame Prüfen vor Ort» am Gymnasium.

  • Luzern: Hausmatura kantonal harmonisiert

    • Im Kanton Luzern sind die Maturitätsprüfungen kantonal harmonisiert. Die Maturitätskommission hat zu diesem Zweck pro Fach eine Expertengruppe eingesetzt, in der unabhängige Fachleute und je ein Mitglied einer Schulleitung Einsitz haben. Jede Expertengruppe beurteilt die Verfahrensansprüche der eingereichten Prüfungen, u.a. das Anforderungsniveau und die Berücksichtigung der Fachrichtlinien.

      Pro Schule und Fach gibt es an den Luzerner Gymnasien grundsätzlich eine Hausmatura, wobei bei grösseren Schulen – auch aus organisatorischen Gründen – zum Teil zwei bis drei Gruppen bestehen.

  • Zürich: Erarbeitung eines Rahmenkonzeptes

    • Im September 2015 hat der Bildungsrat des Kantons Zürich das Mittelschul- und Berufsbildungsamt beauftragt, unter Einbezug der Mittelschulen ein kantonales Rahmenkonzept zum Gemeinsamen Prüfen zu erstellen und dieses dem Bildungsrat bis Ende Schuljahr 2015/16 vorzulegen. Den ausführlichen Beschluss des Bildungsrates finden Sie hier.

       

      Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt hat anschliessend eine Arbeitsgruppe mit Vertretungen aus der SLK, des MVZ und der Lehrpersonenkonferenz der Mittelschulen einberufen, welche die bereits  geleistete Arbeit zwischen SLK und HSGYM aufnimmt und zu einem Rahmenkonzept zusammenführen soll.

       

      Kontakt: Simone Heller, Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich